Omnipod-DASH

Insulinpumpentherapie, Omnipod

Omnipod-DASH-System

Das Omnipod-DASH-System besteht aus zwei Komponenten: einem kleinen, wasserfesten Pod, der das Insulin bereithält, sowie aus einem Handgerät, das zur Steuerung und Kontrolle der Insulinabgabe verwendet wird.

Aufgrund seiner Funktionsweise kommt der Pod ohne Schlauch und  somit ohne ein zweites, zusätzliches Abgabegerät aus. Das ist derzeit ein Alleinstellungsmerkmal des Omnipods, ein Produkt der Insulet Germany GmbH.

Beide Geräte, Pod und Handgerät, kommunizieren via Bluetooth miteinander, dadurch brauchst du kein zusätzliches Kabel oder sonstiges Zubehör. Das macht das Omnipod-DASH-System zu einem alltagsfreundlichen Diabetes-Begleiter.

Omnipod am Arm

Wie funktioniert das zweiteilige Omnipod-DASH-System?

POD
Der kleine, wasserdichte Pod enthält einen Behälter für bis zu 200 Einheiten Insulin. Doch nicht jedes Insulin ist geeignet – ausgelegt ist der Omnipod für schnell wirksames U-100-Insulin.

Darüber hinaus besitzt er eine integrierte Kanüle, die mithilfe einer Taste automatisch in die Haut eingeführt wird. Neben der Softkanüle wird die Patchpumpe mit einem Pflaster am Körper fixiert. Daher hat der Pod auch seinen Spitznamen „Patchpumpe“ (aus dem Englischen Patch = Pflaster). So hat der Pod unablässig Kontakt mit dem Körper.

Zudem verfügt er über einen intelligenten Abgabemechanismus und der Anwender erhält so seine benötigte Insulindosis über einen Zeitraum von etwa 72 Stunden. Der Pod kann an all den Körperstellen getragen werden, die sich für das Spritzen von Insulin eignen würden. Aufgrund seiner handlichen Größe, etwa nur halb so groß wie eine Kreditkarte, tragen viele Anwender bevorzugt den Bauchraum. So ermöglicht der Omnipod eine zuverlässige, schlauchfreie Insulintherapie ohne Infusionsset.

Weil die Patchpumpe wasserdicht ist, bietet der Omnipod mehr Flexibilität und Bewegungsfreiheit im Alltag. Denn beim Duschen oder zum Schwimmen, aber auch bei schweißtreibendem Sport muss die schlauchfreie Pumpe nicht abgelegt werden.


Hier eine kurze Zusammenfassung:

  • bis zu 200 IE (schnell wirksames U-100-Insulin)
  • integrierte Kanüle
  • Patchpumpe klebt am Körper
  • kommuniziert mit DASH via Bluetooth
  • intelligenter Abgabemechanismus (über 72 Stunden)
  • halb so groß wie eine Kreditkarte
  • kann auch im Wasser oder beim Sport getragen werden

 

DASH
Für ein schnelleres und einfaches Bedienen hat Insulet den Omnipod DASH® Personal Diabetes Manager (kurz PDM) entwickelt. Das ist ein über Bluetooth funktionierendes Gerät, das die Handhabe und Kontrolle deutlich vereinfacht. Zum Beispiel kannst du so je nach Tagesablauf die Insulinabgabe ganz individuell auf dich abstimmen, Aktivitäten planen oder verschiedene Vorgabewerte einstellen. Zudem kannst du auch eine Null-Basalrate auswählen, wenn du beispielsweise eine niedrige Insulinabgabe benötigst.

Einzige Voraussetzung für eine einwandfreie Benutzung dieses Zwei-Komponenten-Systems: Der Pod und der Personal Diabetes Manager dürfen nicht weiter als 1,5 Meter voneinander entfernt sein, wenn du Funktionen oder Insulinabgaben verändern möchtest. Der PDM besitzt einen Akku und kann so, wie ein handelsübliches Smartphone auch, über ein Kabel mit Strom versorgt werden.


 

Hier eine kurze Zusammenfassung:

  • Kommunikation mit Pod via Bluetooth
  • individuell abstimmbare Insulinabgabe
  • verschiedene Vorgabewerte möglich
  • Null-Basalrate
  • Dash kann über Ladekabel geladen werden (wie handelsübliche Smartphones)

 

Anwendung – in drei Schritten zur Insulinabgabe

1) Zunächst muss der Pod mit Insulin gefüllt werden. Verwende dazu die mitgelieferte Füllspritze und befülle den Pod anhand der Anleitung, die du auf dem PDM-Bildschirm lesen kannst. Anschließend führt das Omnipod DASH®-System eine Reihe von Sicherheitstests durch, zum Beispiel wird der Pod entlüftet.

2) Sind die Sicherheitstests durchgeführt, kannst den Pod überall dort anbringen, wo du sonst auch eine Insulin-Injektion vornehmen würdest. Das DASH-System gibt dir eine Reihe von Körperstellen vor und du kannst auswählen, für welchen Körperbereich du dich entschieden hast: Vorder- oder Rückseite, Arme, Bauch, Rücken oder Beine. Das hilft dir auch, die Platzierung des Pods noch besser zu überwachen.

3) Jetzt kann es losgehen, drücke auf „Start“ und die Kanüle wird automatisch eingeführt. Die Insulinabgabe beginnt auf Tastendruck.

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Unsere persönlichen Anmerkungen zum Omnipod-DASH-System

Im Gegensatz zum herkömmlichen Omnipod-Personal-Diabetes-Manager besitzt das neue DASH-System kein integriertes Blutzuckermessgerät von Freestyle. Zwar können die Werte händisch eingegeben werden, jedoch ist diese Funktion für Typ-1-Diabetes-Patienten nicht ausschlaggebend.

Besitzt du derzeit den bisherigen PDM, ist es leider nicht möglich, ihn gegen das neue DASH-System auszutauschen. Das kann nach Ablauf der Garantiezeit von vier Jahren neu bei der Krankenkasse beantragt werden.

Probe-Pod bestellen

Du bist dir nicht sicher, ob die Diabetestherapie mit dem Omnipod-DASH-System geeignet ist? Hier bietet Insulet einen tollen Anwender-Service. Unter https://www.omnipod.com/de-de/bestellen kannst du dir einen Demo-Pod zum Testen bestellen. Gerade der Pod ist in seinen Funktionen eingeschränkt, soll dir aber ein erstes Gefühl für die Handhabe und das Tragen geben.


Bestelle hier ganz einfach deinen eigenen Probe-Pod zum Testen: Probe-Pod bestellen

 

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